Rheinsportschifferpatent

Das Rheinsportschifferpatent

Um nachweisen zu können, dass man Sportboote mit einer Länger von 15-25 Metern auf dem Rhein fahren kann, wird das so genannte Rheinpatent, welches auch als Rheinsportschifferpatent bezeichnet wird, ausgegeben. Dieses Patent berechtigt dazu, auf Streckenabschnitten des Rheins unterwegs zu sein. Es stellt grundsätzlich eine Erweiterung des Sportschifferzeugnisses E dar, welches ebenfalls zum Führen von Booten und Yachten mit einer Länge von 15-25 Metern berechtigt.

rheinsportschifferpatent

Die Voraussetzungen für das Rheinsportschifferpatent

Um das Rheinsportschifferpatent erhalten zu können, ist zum einen das Bestehen der theoretischen sowie der praktischen Prüfung Voraussetzung. Weiterhin gelten die Voraussetzungen des Sportschifferpatent E, wobei ein Mindestalter von 18 Jahren einzuhalten ist und der SBF Binnen vorliegen muss. Weiterhin ist es aber auch notwendig, einen Nachweis über Streckenfahrten mit Hilfe des Schifferdienstbuches vorzulegen. Der Nachweis gilt für ein Boot mit einer Länge von mehr als 15 Metern. Dabei ist zu beachten, dass innerhalb der letzten zehn Jahre mindestens 16 dieser Fahrten und innerhalb der letzten drei Jahre mindestens drei Fahrten in beide Richtungen nachgewiesen werden können. Im Rahmen einer sachgerechten Ausbildung müssen Teilnehmer innerhalb des Jahres vor Eingang des Prüfungsantrages viermal in jede Richtung auf dem Rhein unterwegs gewesen sein.

Die Prüfung Rheinsportschifferpatent

Die Prüfung für das Rheinsportschifferpatent unterteilt sich in einen theoretischen sowie einen praktischen Teil. Im Rahmen der theoretischen Prüfung müssen die Teilnehmer insgesamt vier Fragebögen beantworten, wobei die Fragen aus unterschiedlichen Bereichen stammen. Die Teilnehmer müssen dabei Kenntnisse der Handbücher sowie der Verordnungen nachweisen, aber auch die Wasserstraßenkunde, die Kenntnis über die Führung von Fahrzeugen sowie die Maschinen- und die Streckenkunde werden abgefragt.

Das Beantworten der Fragen erfolgt im typischen Multiple-Choice-Verfahren, wobei nicht nur eine der vier angegebenen Antworten korrekt sein kann, sondern es können auch mehrere Antworten ausgewählt werden. Voraussetzung für das Bestehen der theoretischen Prüfung ist die korrekte Beantwortung von mindestens 60% der Fragen.

Nach Bestehen der theoretischen Prüfung folgt eine praktische Prüfung. Diese ist vergleichbar mit der Prüfung für dem Bootsführerschein Binnen, wobei das Boot in diesem Fall eine Länge von 15-25 Metern aufweisen muss. Der Teilnehmer muss im Rahmen dieser Prüfung muss der Teilnehmer zeigen, dass er die theoretischen Voraussetzungen auch praktisch anwenden kann. Sollte ein Nachweis vorliegen, der ausreichende Kenntnisse im Umgang mit Booten von über 15 Metern Länge bestätigt, kann auf Antrag auf die praktische Prüfung verzichtet werden. Sofern bereits das Sportschifferzeugnis E vorhanden ist, können sogar Teile der theoretischen Prüfung erlassen werden. Dies wird auf Nachfrage einzeln geklärt.